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INTERVIEW MODERATOR & REPORTER DAVID HERRMAN-MENG

 

-Was ist deine Stärke?

Unvoreingenommenheit. Der römische Historiograph verwendete dafür die noch heute bekannte Redewendung “sine ira et studio”. Ich gehe gerne sachlich und objektiv an Dinge heran, ohne Partei für eine Seite zu ergreifen. Aber ich betrachte Dinge auch gerne mit einem gewissen Augenzwinkern 😉

 

-Was war bisher deine schwierigste Zeit im Leben?

Die schwierigste Zeit in meinem Leben war ein Studienwechsel (Jus zu Geschichte) mit Mitte 20. Damit verbunden war enorme Unsicherheit, wohin es beruflich einmal gehen wird. Und die latente Angst zu scheitern, alleine zu sein.

Parallel dazu ist meine geliebte Großmutter verstorben.

Meine Omi war eine genaue Beobachterin der Medienlandschaft und wäre sehr stolz gewesen, wenn sie die Anfangsjahre meines Berufslebens noch erlebt hätte. Das ist sich leider nicht ausgegangen.

Im Nachhinein waren zumindest die Sorgen des Studienwechsels vollkommen unbegründet. Das Leben ist allerdings keine Einbahnstraße in den Garten Eden. Manchmal gibt’s auch einen Abstecher ins Wespennest. Dann Stachel rausziehen und weitermachen.

 

-Was machst du, um auch mal zu entspannen vom busy Business?

Freunde treffen, lesen, sporteln und das Handy zur Seite legen. Wenngleich gerade die letzte Aktivität schwer fällt.

 

-Was macht dich glücklich?

Da halte ich es mit Ernest Hemingway, der Glück darin sah, eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis zu besitzen.

 

-Was hat sich für Dich durch die Corona Situation in den letzten Jahren verändert? 

Für mich hat sich wenig verändert. Allerdings sind neben und nach Corona viele Krisen eingetreten, die bei manchen Menschen zu starken Gefühlen der Frustration geführt haben. In den meisten Fällen verständlich.

Parallel entstand ein zunehmendes Empört-Sein zu allen möglichen und leider auch unmöglichen Themen. Manche Diskussionen, speziell in sozialen Medien, werden dann untergriffig, aufgeregt und faktenbefreit geführt. Doch vielleicht wird die oben erwähnte Tacitus’ Maxime ja eines Tages modern. 2022. n. Chr. ist die Zeit der neuen Sachlichkeit nicht reif.

 

THANK YOU SO MUCH DAVID!
YOU ARE APPRECIATED!

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